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Endlich wieder Nichtraucher

Im Rahmen der Inspektion vor wenigen Wochen, wurde am Golf ein Ölverlust entdeckt, der ein „Kleben an den Ventildeckeln“ notwendig machte. Dazu musste der Wagen über Nacht in der Werkstatt bleiben, da der Motor während dieser Arbeiten nicht gestartet werden durfte. Für diese Übernachtung hatte ich bereits vor Zeiten einen Termin gemacht und sah der Sache ganz entspannt entgegen. Es war dann irgendwann soweit und ich stellte das Fahrzeug beim Händler ab und hoffte, dass ich es am nächsten Tag wieder in Empfang nehmen konnte.

Am darauffolgenden Tag erhielt ich vom Autohaus gegen Mittag einen Anruf, der gleich mit „ich habe schlechte Nachrichten“ eröffnet wurde – man habe nicht alle notwendigen Teile erhalten (weil wohl irrtümlicherweise nicht bereits bei der Terminvereinbarung, sondern erst am Stichtag bestellt wurde) und könne die Arbeiten noch nicht abschließen. So bekam ich einen kostenlosen Mietwagen gestellt.

Da der erste Mai vor der Tür stand und ich am Brückentag Aktivitäten geplant hatte und mein eigenes Auto benötigte, hoffte ich natürlich, dass trotz des zusätzlichen Tages in der Werkstatt alles klappt. So war es dann auch und ich bekam mein Cabrio zurück und fuhr damit gen Feierabend heim.

Auf der Autobahn fühlte und hörte sich das Auto anders an als sonst – das bildet man sich ja manchmal ein wenn jemand anders hinterm Steuer saß, daher schenkte ich dem wenig Beachtung. 30 Kilometer später, zuhause angekommen roch es außerhalb des Fahrzeugs merkwürdig. Ich öffnete die Motorhaube und mir kamen Schwaden von blauem Rauch entgegen. Beim genaueren Hinsehen war die Quelle irgendwo unter der Kunststoffverkleidung zu finden, wahrscheinlich dort wohl die Reparaturarbeiten vorgenommen wurden. Bei offener Haube kühlte der Motor allmählich ab und die Rauchfahne verschwand. Als Beweis, dass das nicht nur meiner Einbildung entsprungen war, zeugte die Innenseite der weißen Motorhaube. Ein öliger, schwarz-brauner Film hatte sich dort großflächig niedergeschlagen. Man denkt bei Rauch und Öl ja immer gleich an das Schlimmste …

Öl auf der Motorhaube

Da das Autohaus bereits geschlossen war und der nächste Tag ein Feiertag, blieb mir nichts anderes übrig, als das Auto möglichst nicht bewegen und meinen Brückentag für den dritten Werkstattbesuch zu nutzen. Leicht angesäuert stand ich pünktlich 7 Uhr morgens dort vor der Tür. Zusammen mit dem einzigen Servicemitarbeiter, der an diesem Tag dort arbeitete, konnte ich einen Blick unter die Verkleidung werfen.

Der Bereich um die Kraftstoffleitungen zu den Ventilen war total nass – was er eigentlich nicht sein dürfte. Doch ob das noch Rückstände von der nach der Reparatur durchgeführten Motorwäsche waren, oder Diesel, konnte nicht sofort festgestellt werden. So blieb der Wagen abermals da. Später am Tag erhielt ich den Anruf, dass der Fehler gefunden worden sei und mein Auto wieder zur Abholung bereit stünde. Ursache des ganzen Schlamassels war die Dichtung einer kraftstoffführenden Leitung; deren Inhalt hatte sich wohl peu à peu über den heißen Motorblock ergossen. Ob die Dichtung nun lose, defekt oder vergessen worden war, blieb natürlich unbeantwortet. Ich bekam mein Auto (gereinigt) zurück und es traten hier bis zum heutigen Tag keine weiteren Probleme mehr auf.

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