Climatronic repariert 1/2


Vor geraumer Zeit hatte ich per Video von einem merkwürdigen Verhalten des Displays meiner Climatronic berichtet. Es blinkte sporadisch, alles (alle Gebläsestufen, Kühlen und Heizen) funktionierte jedoch einwandfrei. Im Laufe der letzten Monate wurde aus diesem scheinbar harmlosen (so dachte ich damals) Fehler wirklich noch ein mittelgroßer „Spaß“.

Beim Auslesen des Fehlerspeichers der Climatronic meldete das Display seinerzeit 4F9 – Gebläsemotor. Da das Gebläse aber störungsfrei arbeitete, schenkte ich der ganzen Sache keine große Beachtung. Beim Händler wurde auch nur schulterzuckend der Fehlerspeicher gelöscht und ich wieder auf die Reise geschickt. Die Wochen und Monate vergingen, irgendwann bei knackig kalten Außentemperaturen machte das Gebläse mal ein paar Sekunden lang merkwürdige Quietsch- und Schleifgeräusche – auch das legte sich und trat nicht häufiger auf.
Eines verregneten Tages jedoch, etwa Anfang des Jahres 2012, war es nach dem Start des Motors ungewohnt leise im Innenraum. Die Lüftung war tot. Angesichts des Wetters ein perfekter Zeitpunkt. In keiner Stufe war dem Gebläse auch nur ein Hauch Frischluft abzuringen. Zu meinem Glück war dieser Tag ein Samstag und es war später Nachmittag – alle Händler waren zu. Mir blieb nichts anderes übrig als während des nächsten Tage alle Fenster perfekt sauber zu halten und immer mit einem Spalt weit offenen Fenster zu fahren. Die Zugluft und der Fahrtwind zeigten gegen beschlagene Scheiben Wirkung – nur Stop & Go in der City waren unangenehm, da man nur am Wischen war. Doch ich musste mobil bleiben und konnte das Auto „nur deswegen“ nicht stehen lassen. Bis ich schlussendlich einen Werkstatttermin bekam, vergingen weitere Tage. Irgendwann gewöhnt man sich ja an alles. Bei Minus 17 °C jedoch und ohne Heizung sind 20 Minuten Autobahnfahrt ins Büro eine kleine Ewigkeit. Dank langer Unterhose, sauberer Scheiben und einer Sitzheizung auf maximaler Stufe ließ sich das überstehen. Als Norddeutscher attestiere ich mir da mal eine gewisse Robustheit. 😉
Als der Tag dann endlich kam, war das Problem schnell diagnostiziert und binnen 48 Stunden behoben. Auch ein Laie hätte in dieser Situation den Gebläselüfter für defekt befunden – und genau so war es. Mit einem neuen Motor (der zufälligerweise am letzten Tag meiner Garantieverlängerung auf Kulanz ausgetauscht wurde und mir damit 400 € Werkstattkosten erspart blieben) zog ich abermals von dannen und war glücklich.

Das klimatisierte Glück währte knappe 12 Wochen.

Teil 2 folgt


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