Feldversuch: Autonomer Passat steuert durch Braunschweig


Ein experimentelles Fahrzeug der TU Braunschweig mit dem zarten Namen „Leonie“ zeigt derzeit, was bereits technisch möglich ist. Diesmal jedoch nicht in einer Pressevorführung auf einem abgesperrten Versuchsgelände unter Laborbedingungen oder in der Wüste, sondern in unserem Alltag, inmitten belebter Straßen.

Die TU lässt den aufwendig umgebauten VW Passat Variant über den zweispurigen Stadtring in Braunschweig lenken. Ausgerüstet mit Laserscanner, Kameras und einem eigenen, sehr leistungsfähigen Steuerungscomputer lenkt das Fahrzeug nahezu autark über den Stadtkurs. Für den Notfall sitzt dennoch ein Mensch hinter dem Steuer, der in Grenzsituationen eingreifen kann, falls Leonie doch einmal mit der Verkehrssituation überfordert ist. Ampeln kann der autonome Passat noch nicht erkennen. An jeder Ampel werden diese Lichtzeichen daher manuell eingegeben. Auch schwierige Spurwechsel oder Wendemanöver sind noch nicht ihre Stärke. Der Passat ist daher auch nur mit höchstens 60 km/h unterwegs.

Der auf dem Dach montierte Laserscanner weist Ähnlichkeiten zu den Aufbauten auf, die Google für sein „Street View“-Projekt einsetzt.

Ziel dieses Projekts ist die Entwicklung neuer Assistenz- und Sicherheitssysteme, die den Fahrer unterstützen, ihn aber nicht entmündigen. Für ein Plus an Sicherheit müssen Fahrzeuge heutzutage vor allem in Aufbau und Konstruktion verstärkt werden – was mehr Gewicht und höheren Kraftstoffverbrauch zur Folge hat. Vielleicht kann auch hier durch das elektronische Auge die zukünftige Entwicklung beeinflussen.

via Stern.de


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