Deutschland fördert Spritfresser, Frankreich seine Spritsparer


Die Franzosen machen es vor: je umweltfreundlicher ein Auto ist, desto höher wird dort die Anschaffung gefördert. Im Rahmen eines Verkaufsprogramms gilt die Förderung ausschließlich für umweltfreundliche Fahrzeuge.

Autos mit schlechten CO2-Werten und damit hohem Verbrauch müssen Strafen von bis zu 2.600 Euro zahlen. Besonders CO2-arme und damit spritsparende Autos spülen dem Käufer bis zu 5.000 Euro in die Tasche.

Bei uns in Deutschland sind Neuwagen hingegen ab 2009 von der Steuer befreut und werden gefördert – nur weil Sie den gesetzmäßigen Mindeststandard EURO 4 erreichen. Je mehr Hubraum, desto höher auch die Förderung – ein irrwitziger Plan.

Weil der Fiskus immer noch den Hubraum als Bemessungsgrundlage wählt, bekommen Käufer von Autos mit großen Motoren ab 2009 auch den höchsten Zuschuss. Wenn es dann noch ein Diesel ist, für den statt 6,75 Euro pro 100 Kubikzentimeter Hubraum 15,44 Euro fällig werden, gibt es beim Spitzenreiter Audi Q7 V12 TDI immerhin 926 Euro vom Staat.

Ein Vergleich:

Ein smart fortwo mit Start-Stopp-Automatik und einen Normverbrauch von 4,3 Litern sowie einem CO2-Ausstoß von 103 Gramm pro Kilometer wird vom deutschen Staat mit 67,50 bezuschusst. Das entspricht einem Jahr Steuerbefreiung, denn der smart schafft erst Euro 4 und nicht die ab 1. September 2009 vorgeschriebene Euro 5-Norm. Für die hätte er sich zwei Jahressteuern gespart. In Frankreich gibt es für den fortwo 1.000 Euro, weil er weniger als 105 g CO2/km emittiert.

Quelle: Stern.de

BTW: Wer jetzt bereits einen Spritsparer fährt, hat nichts davon.


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